10 Tipps um dein Handlettering zu verbessern

Handlettering ist nach wie vor sehr angesagt. Egal ob als Titel auf Kinderbüchern, in Magazinen oder auf Verpackungen. Ich persönlich bin allerdings nicht der Typ der viel mit Pinsel und Brushpen perfekt elegante Schriftzüge aufs Papier zaubert, sondern mag lieber eine rustikale Mischung aus Handschrift und Druckbuchstaben in einem lockeren Stil. Wenn du das auch gerne mal ausprobieren möchtest habe ich hier 10 Tipps um dein Handlettering auf den nächsten Level zu holen!

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Tipp 1 – Zeichne Schriften ab!

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Nimm dir eine Zeitschrift, ein Buch, Photoshop oder was du gerade zur Hand hast und zeichne Schriftarten und Wörter ab, die dir gefallen. Das ist wichtig um zu verstehen wie Buchstaben aufgebaut sind. Zum Beispiel an welche Stelle Serifen gehören und welche Linien dicker und welche dünner sind. Dieses Verständnis ist nützlich um das Aussehen einer Schriftart zu kopieren. Dabei ist es erstmal egal ob du ein tolles Zitat letterst oder den Namen deines Müslis. Die Buchstaben selbst sind erstmal das Entscheidende. Diese Übungen sind auch wichtig um die Buchstaben nicht zu sehr nach deiner normalen Handschrift aussehen zu lassen.

Zeichne auch mal auf den ersten Blick eher langweilige Fonts ab. Die Times New Roman kann gezeichnet ganz schön cool aussehen.

Tipp 2 – Lass dir Zeit und übe!

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Schönes Handlettering schüttelt man nicht aus dem Handgelenk. Es ist wichtig, dass man sich Zeit lässt die Formen gut auszuarbeiten. Dabei solltest du die Buchstaben eher zeichnen als schreiben. So vermeidest du, dass dein Lettering am Ende zu sehr nach deiner Handschrift aussieht.

Wie immer braucht es viel Übung um Sicherheit zu bekommen. Also übe, übe, übe! Es fällt kein Meister vom Himmel. Dabei brauchst du dich nicht unbedingt immer ordentlich an den Schreibtisch setzen um deine Buchstaben zu zeichnen, auch wenn das natürlich sehr hilfreich ist und auch gemacht werden muss. Du kannst auch im Alltag deine Letteringfähigkeiten verbessern in dem du zum Beispiel deinen Einkaufszettel mal etwas langsamer schreibst, oder nur das Wort „Käse“ besonders schön. Auch Notizen, Überschriften auf Merkzetteln, Termine usw. bieten immer eine Möglichkeit mal eben kurz was zu lettern.

Tipp 3 – gleichbleibende Strichstärke und saubere Abschlüsse!

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Natürlich haben manche Schriften verschiedene Strichstärken, so sind die Abstriche bei manchen Schriften dicker andere haben eine immer gleichbleibende Strichstärke. Achte auch bei deinem Lettering darauf, dass du die Breite deiner Linien nicht zu stark veränderst und die Strichstärke immer ähnlich bleibt. Ein bisschen Abweichung ist immer gut für den gewünschten handmade Look aber zu viel lässt deine Buchstaben zu sehr nach Handschrift oder unsauber aussehen. Achte auch auf die Enden und mach alles schön gerade. Ein bisschen schief wird es eh, weil wir ja frei Hand zeichnen.

Tipp 4 – Lerne von Anfängern!

Schau dir gerne auch mal Schriftstücke von Grundschülern an (Google ist dein Freund, falls du keinen Grundschüler zur Hand hast). Schreibanfänger haben oft interessante Details, die du für dein Lettering übernehmen kannst. Die Buchstaben sind oft nicht ganz korrekt in den Proportionen, was spannend sein kann oder verwende doch mal einen gespiegelten Buchstaben. Auch die Buchstabenabstände variieren gern innerhalb eines Satzes, da ist ein Wort mal ganz langgezogen und das nächste vielleicht an den Rand gequetscht.

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Tipp 5 – Unordnung muss sein!

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Zwar nehme ich gerne eine Computerschriftart als Vorbild, aber ich kopiere sie weniger ordentlich. Eine schiefe Linie hier und da gibt deinem Lettering mehr Charakter und es sieht handgemachter aus. Behalte deine Strichstärke bei, aber setze die einzelnen Striche nicht immer perfekt gerade.

Es macht auch Spaß die Formen der Buchstaben etwas abzuändern. Auch das verleiht deiner Schrift etwas Witz und Charakter. Beim großen E ist der mittlere Strich zum Beispiel fast immer kürzer oder genau so lang wie der Obere und Untere. Ich mag es gern diesen mal länger zu machen als die anderen zwei. Oder mach doch mal den Bogen vom großen R extrem klein oder groß. Der Buchstabe bekommt dadurch eine ganz andere Wirkung. Einfach rumprobieren was gut für dich funktioniert.

Tipp 6 – Symbole

Es ist manchmal ganz witzig, wenn man einzelne Buchstaben durch Symbole ersetzt. Zum Beispiel ein Herz statt einem O, ein Zelt für ein A, usw. Die Symbole sollten zum Inhalt des Wortes passen. Wenn ich einen Text über Schneemänner habe, würde das Zelt nicht viel Sinn ergeben. Achte unbedingt darauf, dass dein Wort dabei lesbar bleibt und das Symbol auch wirklich Ähnlichkeit mit dem ersetzen Buchstaben hat. Im Zweifel frage noch mal jemanden nach seiner Meinung.

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Tipp 7 – windschief

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Gib deinen Buchstaben auch mal unterschiedliche Neigungen. Lass den ersten Buchstaben etwas nach links kippen, den zweiten nach rechts, dann lässt du wieder einen geradestehen. Damit wird dein Text lebendiger, aber übertreibe es nicht!

Tipp 8 – Mix it!

Ein weiteres Hilfsmittel um dein Handlettering aufzupeppen ist es Groß- und Kleinschreibung zu mixen. Du kannst dich dabei auf einzelne Wörter beschränken oder du probierst wie der Mix innerhalb eines Wortes aussieht. Du kannst sogar noch weiter gehen und Druckbuchstaben und Schreibschriften kombinieren. Ich würde allerdings dann wirklich extrem darauf achten, dass die Strichstärken gleichbleiben, damit die Buchstaben eines Wortes am Ende trotzdem eine Einheit bilden. Ein zu wildes Sammelsurium an unterschiedlichen Buchstaben schadet nicht nur der Lesbarkeit, sondern wirkt auch ziemlich unaufgeräumt.

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Tipp 9 – Kombiniere Strichstärken und Schriftarten

Um etwas Spannung in dein Lettering zu bekommen kannst du unterschiedliche Schriftschnitte (fett, kursiv) und Schriftarten verwenden. Schreibe zum Beispiel das prägnanteste Wort eines Zitates in großen fetten Druckbuchstaben und die eher unwichtigen Wörter etwas dünner in einer Handschrift oder in schlanken und kursiven Druckbuchstaben. Kombiniere auch mal eine Grotesk (serifenlose Schrift) mit einer Serifenschrift. Probiere aus was dir gefällt und zu dir und deinem Text passt!

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Tipp 10 – Dekoriere dein Handlettering!

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Nutze die Schleifen und Schweife um deine Buchstaben etwas zu dekorieren und mische handschriftliche Elemente in deine Druckbuchstaben. Oder bastel hier und da mal einen kleinen Kringel ein um deinem Handlettering deinen eigenen Stil zu verpassen.

Und jetzt ran ans Papier!

Ich hoffe du konntest hier etwas mitnehmen und hast Lust bekommen, die Tipps mal auszuprobieren. Falls dem so ist würde ich total gerne deine Ergebnisse sehen. Wenn du magst, poste sie doch bei Instagram unter dem Hashtag #letteringmitjulia und markiere meinen Instagram Account @juliachristiansde damit ich sie mir anschauen kann!

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